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Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung

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Hinweis: Dieser Ratgeber wurde ursprünglich auf Englisch verfasst. Es handelt sich hierbei um eine maschinelle Übersetzung. Wir geben unser Bestes, um genaue und korrekte Übersetzungen zu gewährleisten. Trotzdem kann es zu Abweichungen kommen.

Das Wichtigste

  • In manchen Fällen kannst du von der privaten zurück zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.
  • Angestellte mit einem Bruttoeinkommen unter 77,400€ (as of 2026) können von der privaten Krankenversicherung zur gesetzlichen wechseln (§ 2 SVBezGrV).
  • Selbstständige müssen entweder einen Job annehmen oder ihr Geschäft aufgeben, um wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen.
  • Die Chancen, von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung zu wechseln, werden mit zunehmendem Alter immer geringer. Für Leute über 55 ist es fast unmöglich, in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln (§ 6 SGB V).

So machst du das

  • Der einfachste Weg, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen, ist, dein Einkommen zu senken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dein Gehalt zu reduzieren. Zum Beispiel Teilzeitarbeit, Einzahlungen in eine betriebliche Altersvorsorge usw.
  • Wenn dein Partner in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, kann er dich über eine Familienkrankenversicherung wieder in das öffentliche System aufnehmen lassen.
  • Die letzte Möglichkeit ist, sich in einem anderen europäischen Land als arbeitslos zu melden oder eine Krankenversicherung abzuschließen.
  • Wenn dir keine der Methoden hilft, solltest du überlegen, deinen privaten Krankenversicherer und deinen Tarif zu wechseln. Dein Versicherungsmakler, der dir bei der Suche nach dem Tarif geholfen hat, kann dir dabei helfen.

Inhalt

Viele Auswanderer entscheiden sich für eine private Krankenversicherung, wenn sie jung und gesund sind, weil sie oft günstiger ist und bessere Leistungen bietet. Allerdings denken sie dabei meistens nicht langfristig, wie zum Beispiel an Familie, Einkommen usw.

Wenn sich deine Lebenssituation ändert, kann eine private Krankenversicherung vielleicht nicht mehr bezahlbar sein. Du hast vielleicht geheiratet und dein Partner arbeitet nicht mehr oder du hast dich entschieden, Kinder zu bekommen.

In solchen Fällen kann der monatliche Beitrag zur privaten Krankenversicherung manchmal so hoch werden, dass die Leute versuchen, wieder in das öffentliche System zurückzukehren.

Aber aus der privaten Krankenversicherung rauszukommen ist echt schwierig und geht nur in bestimmten Fällen.

Was kannst du machen, wenn die private Krankenversicherung nicht mehr zu deiner Situation passt?

Du hast drei Möglichkeiten, wenn du dir eine private Versicherung nicht mehr leisten kannst.

  1. Sag deinen privaten Krankenversicherungsvertrag innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt auf. Das nennt man in Deutschland Widerrufsrecht (§ 8 VVG).
  2. Spar bei den Kosten für deine private Krankenversicherung mit
    • Wechsel zu einem günstigeren privaten Krankenversicherungstarif.
    • Wechsel deines privaten Krankenversicherers (nicht empfehlenswert).
  3. Wechsel zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Die erste Option ist meistens aus zwei Gründen nicht relevant

  • Die Kosten für die private Krankenversicherung steigen meistens nach ein paar Jahren. Laut dem PKV-Verband lag der jährliche Anstieg der monatlichen PKV-Beiträge bei 3.9% per annum between 2015 and 2025.
  • Deine Lebenssituation wird sich nicht in 14 Tagen ändern, sondern erst nach ein paar Jahren.

Dieser Leitfaden beschäftigt sich mit dem Wechsel von einer privaten Krankenversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung. Wenn du wissen willst, wie du deine privaten Krankenversicherungskosten senken kannst, schau dir unseren Leitfaden hier an.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln, je nachdem, ob du Arbeitnehmer oder Selbstständiger bist. Aber schauen wir uns erst mal an, wie Arbeitnehmer zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln können.

Wie können Leute in Deutschland von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln?

Der beste Weg für Angestellte, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen, ist, ihr Gehalt unter die Jahresgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze in Deutschland) von 77,400€ (as of 2026) (§ 6 SGB V) zu senken.

Sobald dein Einkommen unter der jährlichen Grenze liegt, musst du wieder krankenversichert sein. Das ist deine Chance, zur gesetzlichen Krankenversicherung zu wechseln.

Leute, die sich vor dem 31. Dezember 2002 für eine private Krankenversicherung entschieden haben (die sogenannten „Altfälle”), haben eine niedrigere Einkommensgrenze. Die Einkommensgrenze entspricht der Beitragsbemessungsgrenze, die 5812.5€ per month (as of 2026) beträgt.

Was du beim Wechsel zum deutschen Gesundheitssystem beachten solltest

  • Die Kürzung deines Gehalts sollte nicht „von kurzer Dauer“ sein. Wie lange „kurze Dauer“ ist, steht im deutschen Recht nicht genau. Aber dein Verdienst sollte über drei Monate lang unter der jährlichen Grenze bleiben.
  • Du solltest innerhalb von zwei Wochen, nachdem dein Einkommen unter die jährliche Grenze gefallen ist, zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.
  • Du kannst jede gesetzliche Krankenversicherung wählen. Wir finden, dass TK die beste gesetzliche Krankenversicherung für Ausländer in Deutschland ist.

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Was du nach dem Wechsel zur gesetzlichen Krankenversicherung wissen solltest

  • Wenn du mal zur gesetzlichen Krankenkasse gewechselt hast, kannst du in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, auch wenn dein Gehalt wieder über die Jahreseinkommensgrenze steigt.
  • Die Regel, dass du während deiner Niedriglohnphase zwölf Monate lang in der gesetzlichen Krankenversicherung sein musst, gibt’s nicht mehr (§ 188 Abs. 4 SGB V). Du kannst also auch dann in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, wenn dein Gehalt innerhalb von zwölf Monaten steigt.

Wie kannst du dein Gehalt runterfahren, um in Deutschland von der privaten Krankenversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung zu wechseln?

Dein Jahreseinkommen zu senken ist der einfachste Weg, um in Deutschland wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen.

Hier sind drei Möglichkeiten, wie du dein Einkommen senken kannst.

#1 Einkommen vorübergehend reduzieren

Du kannst dein Jahreseinkommen um

  • Teilzeit arbeiten
  • eine Auszeit nehmen
  • mit einem Arbeitszeitkonto.

Was ist ein Arbeitszeitkonto?

Viele Firmen bieten Arbeitszeitkonten an. Mit dem Arbeitszeitkonto wird ein Teil deiner Arbeitszeit auf ein separates Konto übertragen.

Du wirst für diese Stunden nicht bezahlt. Stattdessen kannst du diese Stunden später nutzen, um einen längeren bezahlten Urlaub zu nehmen.

Wenn du weniger bezahlte Stunden hast, geht auch dein Jahreseinkommen runter.

Sobald dein Gehalt unter die jährliche Grenze von 77,400€ (as of 2026) fällt, kannst du dich bei der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung (§ 6 SGB V) anmelden.

#2 Verringere dein Einkommen durch „Überbrückungs-Teilzeitarbeit”.

Eine gute Möglichkeit, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen, ist die „Brückenteilzeit”.

2019 haben die deutschen Regulierungsbehörden ein Gesetz eingeführt, das es Arbeitnehmern erlaubt, ihre Arbeitszeit für einen bestimmten Zeitraum zu reduzieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums können sie zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückkehren (§9 TzBfG).

Nehmen wir mal an, du hast einen Vertrag für 40 Stunden pro Woche und dein Gehalt liegt über der jährlichen Grenze. In diesem Fall kannst du deine Arbeitszeit für ein Jahr auf 30 Stunden pro Woche reduzieren, um dein Gehalt unter die jährliche Grenze zu bringen.

Nach einem Jahr kannst du wieder zu deiner alten Arbeitszeit zurück, also 40 Stunden pro Woche.

Also, die Möglichkeit, deine Arbeitszeit zu reduzieren, und das Recht, wieder zu deiner ursprünglichen Arbeitszeit zurückzukehren, ist die „Brücken-Teilzeit”.

Was du brauchen solltest

Du musst die folgenden Bedingungen erfüllen, um für eine „Brücken-Teilzeitstelle” in Frage zu kommen.

  • Du arbeitest für ein Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern.
  • Du arbeitest seit mindestens sechs Monaten in dieser Firma.

Was du beachten solltest

  • Du musst „Brückenteilzeit“ für mindestens ein Jahr und höchstens fünf Jahre beantragen (§ 9 TzBfG).
  • Je näher dein Gehalt an der jährlichen Grenze von 77,400€ (as of 2026) ist, desto mehr lohnt es sich, „Brücken-Teilzeit” zu nutzen.
  • Je höher das Einkommen ist, desto schwieriger ist es aber zu sagen, ob sich dieser Schritt angesichts des Gehaltsrückgangs lohnt. Daher könnte eine Tarifänderung für Leute mit hohem Einkommen sinnvoller sein.

#3 Verringere dein Einkommen, indem du in die betriebliche Altersvorsorge einzahlst.

Wer 2026 weniger als 81.264 Euro brutto verdient, kann zu einer gesetzlichen Krankenkasse wechseln, indem er in betriebliche Altersvorsorge (bAV) einzahlt.

Jeder Mitarbeiter hat laut § 1a BetrAVG das Recht auf Entgeltumwandlung. Das heißt, du legst einen Teil deines Gehalts in bestimmte Pläne an und kriegst es später ausgezahlt.

Kurz gesagt, du verschiebst deine Vergütung auf einen späteren Zeitpunkt. So kannst du dein Bruttoeinkommen, das für die gesetzliche Krankenversicherung berücksichtigt wird, reduzieren.

Eines der Programme, bei denen du mitmachen kannst, ist die betriebliche Altersvorsorge.

Du kannst bis zu 3,864 € per year (as of 2026) deines Bruttoeinkommens in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlen, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge anfallen (§ 3 Nr. 63 EStG).

Wenn du einen Teil deines Gehalts in die betriebliche Altersvorsorge einzahlst, verringert sich dein Jahreseinkommen, das für die Krankenkassenbeiträge relevant ist. So liegt dein Gehalt unter der jährlichen Grenze von 77,400€ (as of 2026).

Das Beste daran ist, dass dein Einkommen nicht verloren geht, sondern für dein älteres Ich gespart wird.

Du musst nur ein Jahr lang in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Wenn du wieder in die gesetzliche Versicherung zurückkehrst, kannst du die Beiträge reduzieren oder aussetzen.

Beispiel

Die 35-jährige Angestellte Sarah macht im Jahr 80.000 Euro brutto. Sie will wieder in die gesetzliche Krankenversicherung.

Anstatt mit einem befristeten Teilzeitjob auf Einkommen zu verzichten, zahlt Sarah 3000 € in ihre betriebliche Altersvorsorge ein. Dadurch liegt ihr Bruttoeinkommen unter der Einkommensgrenze. Also gibt ihr Chef eine schriftliche Bestätigung, dass sie der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegt.

Mit einer schriftlichen Bestätigung vom Arbeitgeber kann Sarah die private Krankenversicherung ohne Kündigungsfrist kündigen und sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse anmelden.

Hinweis: Um deine private Krankenversicherung zu kündigen, musst du erst mal einen Vertrag mit der gesetzlichen Krankenkasse haben.

Wie kann man eine private Krankenversicherung kündigen? ->

Die beste gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ->

Wie kannst du privat versichert bleiben, auch wenn dein Einkommen unter der Einkommensgrenze liegt?

Angenommen, du möchtest auch dann privat versichert bleiben, wenn dein Einkommen unter die Einkommensgrenze fällt. In diesem Fall kannst du eine Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung beantragen (§ 6 SGB V).

Du musst innerhalb von drei Monaten bei einer gesetzlichen Krankenkasse eine Befreiung beantragen. Hier findest du das Befreiungsformular von TK.

Hinweis: Wenn du eine Befreiung beantragst, kannst du nicht mehr zur gesetzlichen Krankenversicherung zurück, selbst wenn du einen neuen Job annimmst, der der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht unterliegt.

Du kannst nur dann wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurück, wenn die Versicherungspflicht aus einem anderen Grund entsteht als weil du mit deinem Job unter der Einkommensgrenze liegst.

Was kannst du machen, wenn du von der gesetzlichen Krankenversicherung befreit bist?

Angenommen, du hast eine Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung beantragt. In diesem Fall kannst du diese nicht einfach widerrufen und zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln (§ 8 SGB V).

Du kannst nur dann wieder in das öffentliche System zurückkehren, wenn die Versicherungspflicht aus anderen Gründen als denen entsteht, die du bei der Beantragung der Befreiung angegeben hast.

Hier sind die Gründe, warum du eine gesetzliche Krankenversicherung abschließen musst:

  • Anspruch auf Arbeitslosengeld I (§ 5 SGB V).
  • Eine Arbeit anfangen, bei der dein Gehalt unter der Einkommensgrenze liegt (§ 6 SGB V).

Beispiele:

  • Sarah hat 2022 den Job gewechselt und verdiente weniger als die Einkommensgrenze. Sie wollte aber bei der privaten Krankenversicherung bleiben und hat 2022 eine Befreiung beantragt. Im Jahr 2026 hat sie sich entschieden, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln. In diesem Fall kann Sarah wegen ihres geringeren Einkommens nicht wechseln. Sie kann aber wieder in die private Krankenversicherung zurück, wenn sie mindestens einen Monat arbeitslos ist und Anspruch auf „Arbeitslosengeld I” hat.
  • Adam hat 2023 seinen Job verloren. Er hätte wieder in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln können. Er hat sich aber entschieden, bei der privaten Krankenversicherung zu bleiben. Jetzt, im Jahr 2026, will Adam wieder in die gesetzliche Krankenversicherung. Da er arbeitslos ist, kann er nicht einfach so zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Er könnte aber einen Job annehmen, bei dem er weniger verdient als die Einkommensgrenze für den Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung.

Hinweis: wenn du als Rentner nicht mehr in der staatlichen Krankenversicherung sein musst, kannst du für den Rest deines Lebens nicht mehr zurück ins öffentliche Gesundheitssystem.

Angenommen, du bist dir nicht sicher, warum du von der gesetzlichen Krankenversicherung befreit bist. In diesem Fall kannst du Folgendes tun.

  • Frag einfach bei deiner alten Krankenkasse (falls du eine hattest) oder einer anderen öffentlichen Krankenkasse nach. Bitte sie, dir die Gründe für frühere Befreiungen schriftlich zu nennen.
  • Frag einfach einen Versicherungsmakler, einen Anwalt, der sich mit Sozialrecht auskennt, oder die Verbraucherzentrale um Rat.

Wie kann man als Selbstständiger von einer privaten zu einer gesetzlichen Krankenkasse wechseln?

Der Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung ist für Selbstständige schwieriger. Das Problem ist, dass man nicht einfach sein Einkommen senken kann, um in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen.

Aber du hast folgende Möglichkeiten:

#1 Du bekommst einen Vollzeitjob.

Der Wechsel von der Selbstständigkeit zur Anstellung ist für Selbstständige der einfachste Weg, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen.

Was du beachten solltest

  • Dein Verdienst im neuen Job muss über der Minijob-Grenze liegen (d. h. 603 euros per month (as of 2026)).
  • Dein Einkommen darf die jährliche Grenze von 77,400€ (as of 2026) nicht überschreiten.

Sozialversicherungsbeitragsgrenzen in Deutschland ->

Vorteile dieser Methode

  • Du musst deine Selbstständigkeit nicht aufgeben, um woanders angestellt zu sein.
  • Du kannst dein Geschäft neben deinem Vollzeitjob weiter als Teilzeitjob machen.

Bedingungen, um deine Arbeit weitermachen zu können

  • Du solltest mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten.
  • Dein Bruttoeinkommen aus deiner Arbeit sollte mehr als die Hälfte des Referenzwerts für die Sozialversicherung betragen. Der Referenzwert für die Sozialversicherung ist 3,955€ (as of 2026). Dein Einkommen sollte also höher sein als 1,977.5€ (as of 2026) (3,955€ (as of 2026) / 2).

Hinweis: Die gesetzlichen Krankenkassen checken, ob die Beschäftigung echt ist. Es reicht also nicht, nur so zu tun, als ob man bei Verwandten angestellt wäre.

#2 Geschäftsaufgabe und Familienversicherung

Eine andere Möglichkeit ist, dein Unternehmen zu schließen und dich kostenlos in die gesetzliche Krankenversicherung deines Ehepartners einzuschreiben.

Du kannst dich aber für die kostenlose Familienkrankenversicherung entscheiden, wenn du weniger als 565€ per month (as of 2026) in einem sozialversicherungspflichtigen Job verdienst. Für Einkünfte aus einem Minijob liegt die Grenze bei 603 euros per month (as of 2026) (§ 10 SGB V).

Staatliche Pflegeversicherung

Angenommen, du wechselst über die Familienversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung. Dann bist du automatisch Mitglied der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Du kannst aber nach einer Wartezeit von zwei Jahren Leistungen aus der Pflegeversicherung bekommen.

Die gute Nachricht ist aber, dass die gesetzlichen Krankenkassen seit Januar 2019 die Zeit, in der du privat versichert warst ( § 33 Abs. 3 SGB XI ), als Versicherungsvorlaufzeit anerkennen. Dadurch sind die meisten Versicherten durchgehend pflegegutversichert.

Zwei Möglichkeiten, um in Notfällen wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen

Wenn keine der oben genannten Methoden für dich funktionieren, um von einer privaten zu einer öffentlichen Versicherung zu wechseln, hast du noch zwei Optionen.

Sowohl Angestellte als auch Selbstständige können diese Optionen nutzen.

#1 Du meldest dich arbeitslos

Jeder, der Arbeitslosengeld bekommt, kann wieder in die gesetzliche Krankenversicherung einsteigen (§ 5 Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Leider können Leute, die 55 Jahre oder älter sind, immer noch nicht zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.

Nach deutschem Recht reicht es aus, einen Monat lang Arbeitslosengeld I zu beziehen, um in das öffentliche Gesundheitssystem aufgenommen zu werden.

Sobald du in der deutschen Krankenversicherung bist, kannst du drinbleiben, auch wenn du später einen gut bezahlten Job findest (§ 188 Abs. 4 SGB V).

#2 Du versicherst dich in einem anderen europäischen Land

Die zweite Notfalllösung ist, sich in einem anderen europäischen Land öffentlich krankenversichern zu lassen. Länder außer Deutschland, in denen eine Krankenversicherungspflicht besteht, sind die Niederlande, Schweden und die Schweiz.

Du musst also in eines dieser Länder ziehen oder dort einen Job annehmen, um in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen. So kannst du bei deiner Rückkehr nach Deutschland wieder die deutsche gesetzliche Krankenversicherung in Anspruch nehmen.

Gut zu wissen

  • Du musst in diesen Ländern mindestens zwölf Monate lang in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sein. Deshalb musst du deine private Krankenversicherung rechtzeitig kündigen.
  • Wenn du nach Deutschland zurückkommst, kannst du innerhalb von drei Monaten Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung werden ( § 9 Abs. 2 Nr. 1 SGB V ).

Hinweis: Du solltest dich bei einer Verbraucherberatungsstelle oder einem unabhängigen Patientenberatungsdienst über die für dich geltenden Vorschriften informieren.

Wie können Studis in Deutschland wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück?

Hier sind die Möglichkeiten für Studis, wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln.

  1. Wenn du vor Kurzem einen privaten Krankenversicherungsvertrag abgeschlossen hast, kannst du ihn innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss kündigen (VVG § 8).
  2. Du kannst wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurückkehren, wenn du nach deinem Abschluss zum ersten Mal eine Vollzeitstelle hast. Allerdings muss dein Einkommen unter der Einkommensgrenze liegen.
    Die beste gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland ->
  3. Angenommen, du machst dich direkt nach deinem Abschluss selbstständig. Dann musst du privat versichert bleiben. Wie viel du verdienst, spielt in diesem Fall keine Rolle.
    Wie wählt man als Selbstständiger in Deutschland eine Krankenversicherung aus? ->
  4. Du hast ein besonderes Recht, deinen privaten Krankenversicherungsvertrag zu kündigen, wenn dein Versicherer die monatlichen Beiträge erhöht oder die Leistungen reduziert. Das gibt dir aber nur die Möglichkeit, deine private Krankenkasse zu wechseln. Du kannst damit nicht zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln. Mehr Infos zur Kündigung der privaten Krankenversicherung in Deutschland findest du hier.
  5. Für eine persönliche Beratung solltest du dich an das Studentenwerk deiner Uni, einen Versicherungsmakler, einen kostenpflichtigen Makler oder die Verbraucherzentrale wenden.

Welche Krankenversicherung kannst du als Student in Deutschland abschließen? ->

Wer älter als 55 Jahre ist, kann in Deutschland kaum noch zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln.

Leute, die privat krankenversichert sind und 55 Jahre oder älter sind, haben es schwer, sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse zu versichern (§ 6 SGB V).

Der Gesetzgeber hat die Möglichkeiten für ältere Leute eingeschränkt, von einer privaten zu einer öffentlichen Versicherung zu wechseln.

Selbst wenn sie einen Job annehmen, der sie in die staatliche Versicherung bringt, können sie nicht mehr ins öffentliche Gesundheitssystem zurückkehren.

Warum ist es für ältere Leute schwierig, wieder ins öffentliche Gesundheitssystem zu kommen?

Die deutsche Regierung wollte verhindern, dass die Leute in jungen Jahren von den niedrigen Beiträgen der privaten Krankenversicherung profitieren und dann im Alter wieder zum öffentlichen System zurückkehren.

Deshalb hat der deutsche Gesetzgeber diese Einschränkung gemacht, um das öffentliche Gesundheitssystem nicht zu überlasten, weil viele Leute im Alter dort landen.

Du kannst also entweder bei deiner jetzigen privaten Versicherung bleiben und den Tarif ändern oder zu einer anderen privaten Krankenversicherung wechseln. Der Versicherungsmakler, der dir bei der privaten Versicherung geholfen hat, kann dir dabei helfen.

Wie du siehst, ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung eine Entscheidung fürs Leben. Deshalb solltest du unbedingt einen Versicherungsmakler fragen, bevor du eine abschließt.

3 Möglichkeiten, wie ältere Leute von einer privaten zu einer staatlichen Versicherung wechseln können

von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln

Option 1

Du kannst wechseln, wenn du in den letzten fünf Jahren mindestens zweieinhalb Jahre lang in der gesetzlichen Krankenversicherung warst (§ 9 SGB V).

Leider ist das echt selten.

Option 2

Du kannst über die Familienversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Dafür musst du aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen (§ 10 SGB V).

  • Dein Ehepartner oder Lebenspartner muss gesetzlich versichert sein.
  • Dein Einkommen aus einem sozialversicherungspflichtigen Job darf 565€ per month (as of 2026) nicht übersteigen. Wenn du Minijobs machst, liegt die Grenze bei 603 euros per month (as of 2026).

Option 3

Du kannst von der privaten Krankenversicherung zur gesetzlichen wechseln, wenn du mindestens zu 50 Prozent schwerbehindert bist. Die Frist für die Beantragung der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt drei Monate, nachdem die Ärzte die Behinderung festgestellt haben.

Auch hier musst du oder dein Partner oder einer deiner Eltern bestimmte Vorversicherungszeiten erfüllen (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 SGB V).

Leider ist es in der Praxis echt unwahrscheinlich, von einer privaten zu einer öffentlichen Krankenversicherung zu wechseln. Die Krankenkassen können das Höchstalter für die Aufnahme festlegen. Und die meisten Versicherer setzen die Altersgrenze auf 45 Jahre.

Was kannst du machen, wenn die Krankenkasse deinen Antrag ablehnt?

Das Wichtigste zuerst: Mach dich niemals wieder in die gesetzliche Krankenversicherung rein.

Angenommen, die Krankenkasse findet raus, dass du absichtlich falsche Angaben gemacht hast. Dann kann sie deine Krankenversicherung rückwirkend kündigen.

Hier erfährst du, was du tun kannst, wenn du denkst, dass die Krankenkasse deinen Aufnahmeantrag zu Unrecht abgelehnt hat.

  • Du kannst gegen die Ablehnung innerhalb eines Monats (ab dem Tag, an dem du die Entscheidung bekommst) schriftlich Widerspruch einlegen (§ 84 SGG).
  • Wenn die Versicherung den Widerspruch ablehnt, kannst du beim Sozialgericht klagen.

Tipp: Nach § 44 des Sozialversicherungsgesetzes X kannst du auch nach Ablauf der Einspruchsfrist noch Einspruch einlegen. Allerdings musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um nach Ablauf der einmonatigen Einspruchsfrist noch Einspruch einzulegen. In solchen Fällen solltest du am besten einen Anwalt konsultieren.

Wir empfehlen dir, dich beraten zu lassen, bevor du rechtliche Schritte unternimmst. Du kannst dich an eine der folgenden Stellen wenden, um Rat einzuholen.

Manchmal hilft es auch, eine Beschwerde beim Bundesamt für Sozialversicherung einzureichen.

Die private Krankenversicherung in eine Zusatzversicherung umwandeln

Wenn du von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung wechselst, kannst du deinen privaten Krankenversicherungsvertrag in eine private Zusatzkrankenversicherung umwandeln.

Es hat folgende Vorteile:

  • Du kannst deine gesparten Altersvorsorgegelder nutzen, um die Zusatzversicherung zu bezahlen. So verlierst du deine Altersvorsorge nicht.
  • Du bekommst die Vorteile einer privaten Krankenversicherung, wie zum Beispiel Behandlungen in privaten Krankenhäusern, Zahnbehandlungen usw., während du bei der gesetzlichen Krankenkasse versichert bist.

Zahnärztliche Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland ->

Außerdem geht der Abschluss einer Zusatzkrankenversicherung schnell und einfach. Du brauchst keine Gesundheitsprüfung und musst keine Wartezeit abwarten, bevor du Leistungen in Anspruch nehmen kannst.

Referenzen

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